Kartoffelchips
Kartoffelchips: Markenprodukte enthalten zumeist mehr Acrylamid als Eigenmarken
> Kartoffelchips: Acrylamid immer noch ein Thema

Foodwatch hat wieder einmal die
Acrylamidbelastung von Kartoffelchips getestet. Erstaunlich: Billige
Chips aus dem Supermarkt schneiden besser ab als die teuren
Markenchips.


Kartoffelchips sind nach neuen Tests
von foodwatch wieder mit Acrylamid belastet. Vor allem teure Marken-
und auch Bioprodukte enthalten viel der krebsverdächtigen
Substanz. Das zeigt ein Vergleich zu billigeren Eigenmarken vom
Discounter.



Insgesamt hat foodwatch 16
Kartoffelchips-Produkte auf ihren Gehalt an Acrylamid getestet. Die
Sorte "Pringles Paprika" des Herstellers Procter &
Gamble enthält 34-mal mehr Acrylamid als das vergleichbare
Lidl-Produkt "Rusti Chips Paprika". Auch ein Bioprodukt der
Firma Molenaartje ist mit 1600 Mikrogramm pro Kilogramm so hoch
belastet wie der konventionelle "Pringles"-Testverlierer.
Zum Vergleich: Der Lidl-Testsieger liegt bei 47, gefolgt vom
Aldi-Pendant "Feurich Stapelchips Paprika" mit 220
Mikrogramm Acrylamid pro Kilogramm Chips. Alle anderen
Testergebnisse, darunter Markenprodukte wie "Funny frisch"
und "Chio" oder Chips der Firma Lorenz liegen darüber.



Allerdings zeigt der Test auch, dass
sich seit 2003, in dem Jahr startete Foodwatch seine Tests, einiges
getan hat. Bei fast allen getesteten Produkten hat sich über die
Jahre der Gehalt an Acrylamid verringert. Sieben Produkte haben ihren
Anteil im Vergleich zu 2006 gesenkt, bei sieben ist er gestiegen und
bei zwei ist er fast gleich geblieben.



Die Substanz, die beim Backen und
Frittieren entstehen kann, lässt sich nicht vollständig
vermeiden, aber durch Umstellung der Produktionsweise stark
verringern. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO sollte man als
Tagesdosis ein Mikrogramm Acrylamid pro Kilogramm Körpergewicht
nicht überschreiten. Demnach sollte ein 20 Kilogramm schweres
Kind nicht mehr als fünf Chips der getesteten "Pringles"-Sorte
essen und dürfte außerdem kein anderes Röstprodukt
wie Toast oder Frühstücksflocken zu sich nehmen, worin auch
Acrylamid enthalten sein kann.



Hier finden Sie die vollständigen
Testergebnisse:
http://foodwatch.de/foodwatch/content/
e36/e68/e2093/e9264/e9269/
TestergebnisseKartoffelchips2007_ger.pdf



WANC 08.08.07

 
 
 
 
 
 
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