Spritze
Impfstoff gegen HIV: Noch ein langer Weg
> HIV: Impfstoff nicht in Sicht
Der Kampf um einen Impfstoff gegen HIV
nennt der WDR eine Chronik des andauernden Scheiterns. Seit 1987
werden Impfstoffe gegen gegen HIV getestet. Bisher ohne Erfolg. Und
wie es aussieht, wird es auch noch längere Zeit dauern, bis
einer gefunden wird.


Die Wissenschaft ist der Entwicklung
eines Impfstoffes gegen HIV heute nicht näher als vor 20 Jahren.
Nobelpreisträger David Baltimore glaubt, dass dieser Kampf zu
wichtig ist, um ihn einfach aufzugeben, auch wenn manche sagen, dass
nie ein Impfstoff gefunden werden wird.



Der Präsident der American
Association for the Advancement of Science (AAAS) betont, dass es
eine große Herausforderung für die Wissenschaft sei, sich
auf den Kampf gegen die Natur einzulassen. Vor allen auch etwas zu
erreichen, dass der Evolution selbst nicht gelungen sei. "Unser
Mangel an Erfolg mag verständlich sein, aber er ist nicht
akzeptabel."



Auf dem Jahrestreffen der AAAS erklärte
der Biologe laut BBC, HIV habe einen Weg gefunden, sich vor dem
menschlichen Immunsystem zu schützen. "Ich glaube, dass HIV
Möglichkeiten gefunden hat, das Immunsystem total in die Irre zu
führen. Also müssen wir besser sein als die Natur."
Versuche, das Virus mit Antikörpern oder einer Verbesserung des
Immunsystems zu bekämpfen, seien gescheitert. Das habe die
Wissenschaftler frustriert, weil sie keinen Erfolg versprechenden
Ansatz erkennen können.



Derzeit setzt die Forschung auf neue
Verfahren, wie die Gentechnik oder die Behandlung mit Stammzellen.
Laut Baltimore besteht nur die Möglichkeit, die Gene in den
Stammzellen zu verändern. "Daher versuchen wir Vektoren zu
entwickeln, die Gene mit einem therapeutischen Nutzen transportieren
können."



WANC 18.02.08

 
 
 
 
 
 
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