Kurzsichtigkeit wird zu 89% vererbt
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Kurzsichtigkeit, medizinisch Myopie, ist auch genetisch bedingt. Forscher haben heraus gefunden, dass Defekte des Gens PAX6 anfälliger dafür machen. Sie glauben, dass 89% der Krankheitsfaktoren vererbt und 11% auf persönliches Verhalten, wie zu geringer Abstand zu Fernseh- oder Computerbildschirmen, zurück zu führen sind.

Eine Studie mit Zwillingen ist zu dem Ergebnis gekommen, dass ein für die Augenentwicklung wichtiges Gen eine entscheidende Rolle dabei spielt, ob jemand kurzsichtig wird. Forscher des St Thomas' Hospital gehen davon aus, dass fehlerhafte Versionen des Gens PAX6 Menschen anfälliger machen. Zusätzlich können eine zu geringe Distanz zum Fernseher und zu viele Computerspiele laut den Wissenschaftlern das Risiko erhöhen. Frühere Studien, kamen zu dem Ergebnis, dass 89 Prozent auf ererbte Faktoren zurückzuführen sind und elf Prozent auf die Umwelt.

Für die Studie wurde die DNA von 221 Paaren von eineiigen und zweieiigen Zwillingen untersucht, deren Daten sich in der Datenbank des Krankenhauses befanden. Es wurden Defekte beim PAX6 Gen nachgewiesen. Der Wissenschaftler Chris Hammond erklärte, dass Umweltfaktoren bestehende Probleme verstärkten. "Vor allem wenn man in jungen Jahren viel liest, wird man eher kurzsichtig. Das könnte eine der Ursachen für die Myopie-Epidemie in Fernost sein. Menschen, die jung sehr stark kurzsichtig werden, könnten über eine genetische Anfälligkeit verfügen." Derzeit arbeite man an der Erforschung der Mechanismen, die zu einer Kurzsichtigkeit führten.

WANC 30.07.04/pte

 
 
 
 
 
 
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