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Hörsturz: Warnsignal für erhöhtes Schlaganfall-Risiko?
> Plötzlicher Gehörverlust: Anzeichen für höheres Schlaganfall-Risiko?
Kann der plötzliche Verlust des
Gehörs ein Warnzeichen für ein erhöhtes
Schlaganfall-Risiko sein? Eine wissenschaftliche Studie legt den
Zusammenhang nahe. Denn Menschen, die nach einem Hörsturz ins
Krankenhaus gebracht wurden, erlitten in den folgenden fünf
Jahren mehr Schlaganfälle als andere.


Es gibt Dutzende von Gründen,
Krankheiten wie Mumps, Masern und Meningitis, die zu einem
plötzlichen Verlust des Gehörs führen können.
Möglicherweise ist er aber auch ein Hinweis auf einen
herannahenden Schlaganfall. Sogar Jahre nach diesem Ereignis bestehe
noch ein stark erhöhtes Schlaganfall-Risiko, sagt eine im
Fachmagazin „Stroke“ veröffentlichte Studie der Taipei
Medical School of Health Care Administration.



Die Daten von 1423 Patienten, die
ihr Gehör verloren hatten wurden mit jenen von
5692 Blinddarm-Patienten verglichen. Sie wurden ausgewählt,
weil sie unter allen ins Krankenhaus Eingelieferten an sich die
gesündesten sind. Es zeigte sich, dass nach einem Hörverlust
die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls innerhalb der folgenden
fünf Jahre eineinhalb Mal so hoch war.



Die Autoren der Studie betonten, dass
es sich um vorläufige Ergebnisse handle und dass der Mangel an
anderen Informationen über weitere Risikofaktoren bei den
Patienten die Ergebnisse verfälscht haben könnten. 
Auch
liefert die Studie keine Begründung dafür, was die Ursache
für den Zusammenhang zwischen Hörverlust und Schlaganfall
sein könnte. 





Der Wissenschaftler Herng-Ching Lin
forderte Ärzte auf, bei einem Gehörverlust auch eine
neurologische Ursache in Betracht zu ziehen. Der britische
Schlaganfall-Spezialist Tony Rudd bezeichnete den hergestellten
Zusammenhang als interessant. Da dieser aber noch nicht speziell
untersucht worden sei, könnte es sich jedoch auch herausstellen,
dass keine direkte Verbindung besteht.



WANC 08.07.08/pte

 
 
 
 
 
 
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